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Elliott-Fehler-Checkliste

Posers 7 Pflichtprüfungen vor jeder EW-Zählung — systematische Fehlervermeidung statt Perfektion. „If you can't count it, it's a correction."

Die 7 Prüfpunkte

1. Alle 3 Grundregeln geprüft? - Welle 2 retraced niemals mehr als 100% von Welle 1 - Welle 3 ist niemals die kürzeste der drei Impulswellen - Welle 1 und Welle 4 überlappen sich nicht (Ausnahme: diagonale Dreiecke)

2. Trendrichtung korrekt identifiziert? - Fünf Wellen = in Trendrichtung (Impulswelle) - Drei Wellen = gegen Trendrichtung (Korrektur) - Richtung gilt relativ zum nächsthöheren Grade

3. Nächsthöherer Grade berücksichtigt? - Jede Welle ist Teil einer größeren Struktur - Ohne Kontext keine valide Zählung - Mindestens zwei Zeitrahmen müssen konsistent sein

4. Volumen bestätigt die Zählung? - Welle 3 = höchstes Volumen aller Impulswellen - Welle 5 mit fallendem Volumen vs. Welle 3 = Schwäche-Signal - Korrekturen generell mit niedrigerem Volumen als Impulse - (Ausnahme: FX-Märkte haben kein Volumen → offenes Interesse als Proxy)

5. Mindestens eine Alternative explizit formuliert? - Jede Zählung braucht eine plausible Alternative - Keine Alternative = wahrscheinlich Confirmation Bias - Alternative bestimmt, wo die Primärzählung als falsch gilt

6. Fibonacci-Levels passen? - Korrekturen: 38.2% / 50% / 61.8% von der korrigierten Welle - Welle 3-Extension: typisch ≥ 1.618 × Welle 1 - Welle 5 = Welle 1 (bei gleichlangen Wellen, wenn Welle 3 verlängert)

7. Korrekturtyp korrekt identifiziert? - Zigzag (5-3-5), Flat/Irregular (3-3-5), Triangle (3-3-3-3-3) - Doppel- oder Dreifach-Korrekturen (X-Wellen verbunden) - Falscher Typ = falsche Kursziele und Zeitprojektion

Verwendung in der Praxis

Poser: Die Checkliste ist kein Freifahrtschein für eine bestimmte Zählung. Sie ist ein Falsifikations-Instrument — sie eliminiert falsche Zählungen schneller als sie richtige bestätigt.

Wenn mehr als zwei Punkte nicht eindeutig erfüllt sind: Zählung als tentativ behandeln, Positionsgröße reduzieren.