Source: Trend Trading Set-Ups — L.A. Little (2012)¶
"The secret to winning in the market is not just identifying the trend — it's knowing exactly when and where to enter and exit for maximum profit."
L.A. Little's zweites Buch (nach Trend Qualification and Trading, 2011) vertieft die Einstiegs- und Ausstiegs-Mechanik für Trend-Trades. Fokus auf konkrete Setup-Erkennung.
Kernprinzipien¶
Setup-Erkennung¶
- Swing-Point-Logik als Grundlage der Trendstruktur
- Anchor Bars und Qualified Swing Points als Setup-Filter
- Classical vs. Neoclassical Trend-Definitionen (aus dem Vorgänger-Band)
Einstiegs-Taktik¶
- Entry nahe dem qualifizierten Swing Point für optimales R/R
- Telescope-to-Microscope: übergeordneter Trend → konkreter Einstiegsbereich
- Volumen-Bestätigung an Setup-Punkten
Ausstiegs-Strategie¶
- Maximum Profit: Aushalten des Trends bis zur nächsten Swing-Point-Verletzung
- Partielle Exits zur Risikoreduktion
- Unterschied: Korrektur vs. Trendbruch
Verhältnis zum Vorgänger-Band¶
Trend Qualification and Trading (2011) legt das konzeptionelle Fundament (was ist ein Trend?). Dieses Buch operationalisiert: wo genau einsteigen, wo genau aussteigen.
Links¶
- la_little — Autor
- 2026-05-13_little_trend_qualification_trading — Vorgänger-Band
- swing_trading — Übergeordnetes Thema
- trend_following_prinzip — Methodologie
Die Qualifizierungsidee¶
Der Beitrag, der Littles Reihe zusammenhält: Die übliche Trendbestimmung ist binär — auf, ab oder seitwärts. Little fügt eine zweite Dimension hinzu: wie belastbar dieser Trend ist. Zwei Aufwärtstrends können auf dem Chart identisch aussehen und sich im Volumenverhalten grundlegend unterscheiden — der eine steigt auf Volumen und korrigiert auf geringem, der andere umgekehrt.
Damit wird der Trend vom Richtungssignal zum Zustand mit Güteangabe. Und eine Güteangabe ist ein Gewichtungskriterium: Sie gehört in die Positionsgröße, nicht nur in die Richtungsentscheidung. Siehe money_management.
Alan Farley formuliert es im Vorwort so, dass Littles „long-time focus on trend qualification" einen Satz aufeinander abgestimmter Strategien hervorgebracht habe, der zum heutigen derivategetriebenen Marktumfeld passe.
Bewertung¶
Für wen: Trendfolger auf mittleren Zeitrahmen, die zwischen belastbaren und brüchigen Trends unterscheiden wollen. Siehe swing_trading.
Stärken: Die Qualifizierungsidee beantwortet die Frage, die reine Trenddefinitionen offenlassen — nicht ob ein Trend besteht, sondern wie viel Vertrauen er verdient. Volumen als Qualifizierungsmerkmal stellt Little in die Linie von richard_schabacker: Preis und Volumen gehören zusammen gelesen.
Schwächen: Als dritter Band setzt das Buch die Terminologie der Vorgänger voraus. Die Qualifizierungsregeln sind an Beispielen erläutert, nicht systematisch ausgewertet — wie oft ein qualifizierter Trend länger hält als ein nicht qualifizierter, bleibt unbeantwortet. Siehe system_testing_overfitting.
Links¶
- la_little — Entity
- 2026-05-13_little_trend_qualification_trading — der Vorgängerband
- trend_following_prinzip — was qualifiziert wird
- volumen_analyse — das Qualifizierungsmerkmal
- swing_trading · mehrfachzeitrahmen_analyse — der Anwendungsrahmen
- money_management — wohin die Güteangabe führt
- trading_technische_analyse — Topic