Source: Trend Qualification and Trading — L.A. Little (2011)¶
Nicht jeder Trend ist handelbar. Trendes müssen qualifiziert sein — erst dann lohnt der Trade.
L.A. Little entwickelt ein formales System zur Trend-Klassifikation basierend auf Swing-Point-Logik. Ziel: Unterscheiden von handelbaren, qualifizierten Trends von Rauschen.
Zwei Trend-Modelle¶
Classical Trend Model¶
- Klassische Definition: Folge von Higher Highs + Higher Lows (Bull) bzw. Lower Lows + Lower Highs (Bear)
- Problem: Jeder leichte Aufwärtszug sieht aus wie Trend
- Lösung: Swing Points müssen bestimmte Amplitude/Kontext haben
Neoclassical Trend Model¶
- Verfeinert das klassische Modell: Swing Points werden nach Kontextregeln qualifiziert
- Nur signifikante Swing Points zählen (nicht jedes kleine Zacke)
- Retest and Regenerate: Trend gilt als qualifiziert, wenn er Support/Resistance retestet und neu auflebt
Swing Point Logic¶
- Swing Point = lokales Hoch/Tief mit spezifischer Mindestamplitude und Kontext-Kriterien
- Identifizierung: Algorithmus-basiert, reproduzierbar
- Labeling: Swing Points werden markiert und für Trend-Klassifikation verwendet
- Transitions: Erkenne wann ein Trend endet und ein anderer beginnt
Multi-Timeframe Framework¶
- Time Frame Integration: Höherer Zeitrahmen bestimmt Bias
- Trade Trend Matrix: Systematische Zuordnung von Trade-Stil zu Zeitrahmen
- Establishing Trading Bias: Welcher Zeitrahmen dominiert?
Einordnung¶
Formal strukturiertere Trend-Methodik als visuelles "es sieht nach Trend aus." Verbindet sich gut mit Wyckoff-Konzepten (Strukturanalyse) und mit MA-basiertem Trend-Following.
Links¶
- la_little — Autor
- [[swing_punkt_analyse]] — Kernkonzept
- [[trend_following]] — Methodologischer Kontext
- [[multi_timeframe_analyse]] — Trade Bias Framework
- wyckoff_methode — Verwandtes strukturelles Denken