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Source: Trend Trading (Guppy, 2004)

Daryl Guppys Hauptwerk zum Trend-Trading — konzentriert auf australische Märkte, aber universell anwendbar. Zentrale Erfindung: GMMA (Guppy Multiple Moving Average). Methodik: 7-Schritte-Selektionsprozess von der Aktiensuche bis zur Performance-Messung.


Kern-Metapher

"Like a flea on an elephant — we are just along for the ride."

Trader erzeugen keine Trends. Crowd-Verhalten treibt den Kurs. Aufgabe: Crowd verstehen und nutzen, ohne Teil von ihr zu werden.


7-Schritte-Selektion

Schritt Test Werkzeug
1 Aktiensuche Scans / Research-Destillat
2 Eyeball-Test Visuell: Auf/Ab/Seitwärts/Dunno
3 Trendlinien-Test S/R, Trendkanal
4 Charakter-Test GMMA
5 Preis-Test CBL (Count Back Line)
6 Größen-Test Positionsgröße nach Risiko
7 Performance-Test Trade profitabel? Ja → Pass

Tim Tam Test: Kind zeigt Chart → "Rauf" / "Runter" / "Dunno" — Kaufe nur "Rauf". Eliminiert Overanalyse und Confirmation Bias.


GMMA — Guppy Multiple Moving Average

Guppys bedeutendste Erfindung; heute in vielen Charting-Paketen integriert.

Zwei Gruppen von EMAs:

Gruppe Perioden Repräsentiert
Kurzfristig 3, 5, 8, 10, 12, 15 Tage Trader (kurzfristig, schnell)
Langfristig 30, 35, 40, 45, 50, 60 Tage Investoren (langsam, folgend)

Interpretation:

GMMA-Bild Signal
Langfristige Gruppe breit separiert + parallel Starker Trend, stable Investorenbasis
Kurzfristige Gruppe komprimiert über kleinem Bereich Trader wenig aktiv → geringe Volatilität
Kurzfristige taucht → langfristige (ohne Durchbruch) Temporäre Kursschwäche → Einstiegschance
Kurzfristige Gruppe unter langfristiger Gruppe Trendbruch-Signal
Langfristige Gruppe eng + nervös Schwacher Trend — höheres Risiko

Vorteil über 2-MA-Crossover: Derselbe Crossover kann 63% Anstieg oder 17% Verlust bedeuten — GMMA unterscheidet dies durch Trendbild.


4 Trend-Phasen und optimaler Einstieg

B (früher Breakout):  Riskant — viele Fehlausbrüche; Trader-Niveau
C (etablierter Trend): BESTER EINSTIEG — stabil, manageabel
D (Trendende):        Nicht einsteigen

Phase C-Einstieg auf Kursschwäche = klassische Guppy-Methode: - Kurzfristige Gruppe taucht Richtung langfristige - Langfristige Gruppe bleibt separiert → Investor-Support intakt - Rebound der kurzfristigen Gruppe = Einstieg bestätigt


Count Back Line (CBL)

Volatilitätsbasierter Stop aus tatsächlicher Marktbewegung.

  • Entry-Modus: Berechnung vom Pivot-Point-Tief → Close über CBL = Entry
  • Stop-Modus: Berechnung vom jüngsten Hoch → adaptiver Trailing Stop
  • Vorteil: passt sich Marktvolatilität an (nicht fixer %-Wert)

Darvas Box — Zuverlässigkeit nach Marktphase

Zeitfenster Zuverlässigkeit Einsatz
12-Monats-Hoch ~80% Starker Bull Market
6-Monats-Hoch ~70% Normal-Markt
3-Monats-Hoch 50–60% Aggressiv, Bearmarkt-kritisch

Box-Logik: 1 Hoch + 3 niedrigere Hochs → Top. 1 Tief + 3 höhere Tiefs → Bottom. Breakout über Top = Kaufsignal.