Zum Inhalt

Drawdown Management

Das systematische Begrenzen und Steuern von Verlusten durch vordefinierte Regeln — wichtiger als Einstiegstiming oder Trefferquote.

Kernprinzip

Mehrere Wizards betonen explizit: Nicht die Einstiegs-Methode entscheidet über langfristigen Erfolg, sondern die Verlustbegrenzung. Ein Trader mit 40% Trefferquote und gutem Drawdown-Management schlägt einen Trader mit 60% Trefferquote ohne Regeln.

Benedicts 2%-Monatsregel

larry_benedict: Bei 2% Monatsverlust → alle Positionen liquidieren. - Mechanisch, nicht diskretionär - Verhindert katastrophale Verlustmonate - Zwingt zur Pause und Neubewertung

O'Sheas Stop-Platzierung

colm_oshea: Stop dort, wo die Trade-Hypothese falsifiziert ist — nicht am „Schmerzlevel". - Konsequenz: breite Stops, kleine Positionsgrößen - Kein emotionales Stop-Setting

Positionsgröße als primäres Risikowerkzeug

Die Positionsgröße ist das primäre Instrument — nicht der Stop. Der Stop definiert, wo die Idee falsch ist; die Positionsgröße definiert, wie viel diese Erkenntnis kostet.

Regel-Hierarchie

  1. Portfolio-Level: maximale Drawdown-Grenze (z.B. -10% im Monat → Stop trading)
  2. Strategie-Level: maximales Risiko pro Strategie
  3. Trade-Level: Stop bei Hypothesen-Falsifikation (O'Shea)

Implikation für Johann

Konkrete Fonds-Regeln ableiten: - Monatsgrenze: X% → automatische Positionsreduktion auf Y% - Trade-Stops: immer aus der Hypothese herleiten, nicht aus dem Kontostand

Booker's 75/25-Regel

rob_booker: "Never lose more than 25% of your account." — einfachste absolute Drawdown-Grenze, nicht monatsbezogen sondern auf das Gesamtkonto. - Ergänzt Benedict's 2%-Monatsregel (kurzfristiger Trigger) - Booker: Fehlende Achtsamkeit beim kleinen Konto führt zu identischem Verhalten beim großen Konto