Source: Risk Intelligence — Dylan Evans (2012)¶
"He who knows best, best knows how little he knows." — Thomas Jefferson (Epigraph)
Dylan Evans (Evolutionspsychologe, University College Cork) entwickelt das Konzept der Risk Intelligence (RQ — Risk Quotient): die Fähigkeit, Wahrscheinlichkeiten korrekt einzuschätzen — weder über- noch unterzuschätzen.
Das Risk Quotient-Konzept¶
Was ist RQ?¶
- Hoher RQ: Wahrscheinlichkeiten korrekt kalibrieren — kein falsches Vertrauen, keine falsche Unsicherheit
- Messbar durch den Risk Intelligence Test (Appendix 1)
- Unabhängig von IQ: intelligente Menschen können schlechten RQ haben
Kapitelstruktur¶
- Why Risk Intelligence Matters — Beispiele kalibrierter Entscheidungsträger
- Discovering Your Risk Quotient — Selbsttest und Kalibrierung
- Into The Twilight Zone — Umgang mit echter Unsicherheit
- Tricks of the Mind — Kognitive Biases als RQ-Feinde
- The Madness of Crowds — Herding und kollektive Fehlkalibrierung
- Thinking by Numbers — Probabilistisches Denken
- Weighing the Probable — Bayes'sche Aktualisierung
- How to Gamble and Win — Anwendung in Glückspielen und Märkten
- Knowing What You Know — Meta-Kognition
Trading-Relevanz¶
Direkt anwendbar: Trader mit hohem RQ wissen, welchen Trade-Setups sie 60% vs. 80% Konfidenz geben sollten — und calibrieren ihre Positionsgrößen entsprechend. Ergänzt Tetlock (Superforecasting) und Kahneman (Thinking, Fast and Slow).
Links¶
- dylan_evans — Autor
- 2026-05-12_tetlock_superforecasting — Verwandtes Werk (Superforecaster-Kalibrierung)
- 2026-05-10_kahneman_thinking_fast_and_slow — Grundlagenwerk
- probabilistisches_denken — Kernkonzept