Zum Inhalt

Chris Camillo

US-amerikanischer Einzelhändler, der ein kleines Konto über rund ein Jahrzehnt in einen achtstelligen Betrag verwandelte — ohne Fundamentalanalyse und ohne technische Analyse.

Porträtiert in

Kernbeitrag

Camillo ist im Bestand der klarste Fall eines Händlers, der eine eigene Analysekategorie erfunden hat, weil ihn die vorhandenen nicht überzeugten. Weder Fundamental- noch Technikanalyse sagten ihm zu; sein Ansatz — die soziale Arbitrage — sucht stattdessen gesellschaftliche Veränderungen und Konsumtrends, die eine Aktie betreffen werden, sich aber noch nicht im Kurs niedergeschlagen haben.

Der Informationsvorsprung entsteht dabei nicht aus besserer Verarbeitung öffentlicher Daten, sondern aus dem Zugang zu Beobachtungen, die noch gar nicht als Finanzdaten existieren: was Menschen kaufen, worüber sie reden, was in sozialen Netzwerken auffällt, bevor es in einem Quartalsbericht auftaucht.

Für das Wiki ist er damit auch ein Beleg für Schwagers erste Lektion — es gibt keinen einen richtigen Weg, und die tragfähige Methode ist die, die zur eigenen Wahrnehmung passt.