Meltdown: A Free-Market Look at Why the Stock Market Collapsed¶
Autor: Thomas E. Woods Jr. | Jahr: 2009 | Verlag: Regnery Publishing
Kernthesen¶
- Die Finanzkrise 2008 wurde nicht durch Marktversagen verursacht, sondern durch staatliche Eingriffe — insbesondere Fed-Geldpolitik und Wohnungspolitik
- Die Federal Reserve's Zinssenkungen nach 2001 erzeugten eine künstliche Kreditexpansion, die die Immobilienblase aufpumpte
- Government Bailouts verlängern und verschlimmern die Depression, anstatt sie zu verkürzen
- Österreichische Konjunkturtheorie (Hayek/Mises) erklärt Boom-Bust-Zyklen besser als Keynesianismus
Methoden & Konzepte¶
- Austrian Business Cycle Theory (ABCT): Künstlich niedrige Zinsen führen zu Fehlinvestitionen (Malinvestments); Korrekturen sind notwendig und gesund
- Housing Bubble Analyse: Community Reinvestment Act, Fannie/Freddie, Fed-Zinspolitik als Triple-Ursache
- Great Depression Revisionismus: New Deal verlängerte die Depression statt sie zu beenden (historische Parallele)
- Bail-Out-Kritik: Moral Hazard; "Too Big to Fail" als systemisches Risiko
- Ron Paul Foreword: Politischer Kontext der libertären Kritik an Fed und Regierung
Schlüsselzitate¶
"It is not the market that has failed. It is intervention into the market that has failed. The Federal Reserve and its manipulation of money and interest rates have failed."
Bewertung¶
Für wen: Investoren mit Interesse an makroökonomischen Zyklen; Österreichische-Schule-Sympathisanten; Kritiker der Zentralbanken
Stärken: Klare österreichische Erklärung der Krise; historisch fundiert; Bestseller mit breiter Wirkung; Foreword von Ron Paul
Schwächen: Stark ideologisch geprägt; ignoriert Marktversagen-Aspekte; Prognosen für "schlimmere Bailouts" nicht alle eingetreten