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The Smartest Guys in the Room

Autor: Bethany McLean & Peter Elkind | Jahr: 2003 (Updated 2013) | Verlag: Portfolio / Penguin

Kernthesen

  • Enron war kein Unfall — es war das Ergebnis systematischer Kultur des Betrugs, Selbstüberschätzung und fehlender Aufsicht
  • Mark-to-Market-Buchhaltung ermöglichte, fiktive Gewinne als real auszuweisen
  • Wall Street, Analysten, Wirtschaftsprüfer (Arthur Andersen) und Regulatoren versagten kollektiv
  • Unternehmenskultur des „only the smartest survive" erzeugte unethisches Verhalten als Norm
  • Der erste Artikel in Fortune, der Enron hinterfragte (McLean, März 2001), war ein Weckruf — der ignoriert wurde

Methoden & Konzepte

  • Mark-to-Market Accounting: Bilanzierung künftiger Vertragsgewinne zum Gegenwartswert ohne Cashflow-Deckung
  • Special Purpose Entities (SPEs): Zweckgesellschaften zur Schulden-Verberung und Gewinn-Aufblähung
  • Risikokultur: Hochleistungs-Kultur (Performance Review Comittee = „Rank and Yank") als Fehleranreiz
  • Analyst Failure: Sell-Side-Analysten mit Buy-Ratings bis zum Kollaps

Schlüsselzitate

"Is Enron Overpriced?" — McLean's Fortune-Artikel von März 2001 (erste öffentliche Skepsis)

Bewertung

Für wen: Corporate-Governance-Forscher; Investoren; Wirtschaftsjournalisten; Risikomanager

Stärken: Journalistisches Meisterwerk; unübertroffen detailliert; Grundlagentext des Corporate-Skandal-Genres

Schwächen: 2003 geschrieben; Enron-spezifisch; Lehren für aktuelle Märkte müssen selbst extrapoliert werden