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The Shock Doctrine

Autor: Naomi Klein | Jahr: 2007 | Verlag: Metropolitan Books / Henry Holt

Kernthesen

  • Katastrophen (Kriege, Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen) werden bewusst genutzt, um unpopuläre neoliberale Reformen durchzusetzen
  • Milton Friedmans Chicago School ist die intellektuelle Basis der globalen Schocktherapie-Politik
  • Von Pinochet-Chile (1973) bis zum Irak (2003) folgt das Muster: Schock → Entmachtung → Privatisierung
  • CIA-Forschung zur Elektroschock-Therapie und die Schocktherapie-Wirtschaftspolitik haben strukturelle Parallelen
  • Katastrophen-Kapitalismus ist ein Geschäftsmodell, das aus Krisen Profit zieht

Methoden & Konzepte

  • Shock Doctrine: Systematische Nutzung kollektiver Desorientierung nach Krisen für radikale Politikwechsel
  • Disaster Capitalism: Privateers und Konzerne die aus Kriegs- und Katastrophengebieten profitieren
  • Historische Kette: Chile, Polen, Russland, Südafrika, Südostasien (1997), Argentinien, Irak, New Orleans
  • Friedman-Verbindung: Chicago Boys als ideologische Transmissionsriemen in Krisensituationen

Schlüsselzitate

"Only a crisis — actual or perceived — produces real change. When that crisis occurs, the actions that are taken depend on the ideas that are lying around." (Friedman, zitiert)

Bewertung

Für wen: Politisch interessierte Makro-Investoren; Geopolitik-Strategen; Historiker des Neoliberalismus

Stärken: Brillant recherchiert; globale historische Breite; herausfordernde These mit Belegen

Schwächen: Politisch links positioniert; Gegenbeispiele selektiv ignoriert; journalistisch, nicht akademisch