Capitalism and Freedom¶
Autor: Milton Friedman | Jahr: 1962 (40th Anniversary Edition 2002) | Verlag: University of Chicago Press
Kernthesen¶
- Wirtschaftliche Freiheit ist Voraussetzung und Begleiterin politischer Freiheit — beides lässt sich nicht trennen
- Die Rolle der Regierung soll minimal sein: Spielregeln setzen, Märkte schützen, aber nicht lenken
- Zentralbanken und diskretionäre Geldpolitik sind destabilisierende Kräfte — eine Geldmengenregel wäre besser
- Bildungsgutscheine (Vouchers) statt staatlicher Schulmonopolismus als freiheitliche Alternative
- Negative Einkommensteuer statt bürokratischer Sozialhilfeprogramme
Methoden & Konzepte¶
- Monetarismus: Geldmenge als primärer Konjunkturtreiber; Ablehnung keynesianischer Fiskalpolitik
- Spielregeln-Liberalismus: Staat als Schiedsrichter, nicht als Spieler im Markt
- Marktwettbewerb als Diskriminierungsschutz: Märkte bestrafen ökonomisch irrationale Diskriminierung
- Chicago School: Preistheorie, monetäre Stabilität, freier Handel als Grundpfeiler
Schlüsselzitate¶
"The great danger to freedom is the concentration of power."
"There is one and only one social responsibility of business — to use its resources and engage in activities designed to increase its profits."
Bewertung¶
Für wen: Ökonomen, politisch interessierte Investoren, Leser der österreichischen und Chicago-Schule
Stärken: Klare Argumentation, historisch einflussreich, präzise Kapitelstruktur zu konkreten Politikfragen
Schwächen: Ideologisch homogen; empirische Belege selektiv; viele Thesen stark kontextualisierungsbedürftig