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The Complete Arbitrage Deskbook — Stephane Reverre (2001)

Kerninhalt

Umfassendes Praxishandbuch für alle wichtigen Arbitrage-Strategien an institutionellen Märkten. Reverre behandelt die Mechanik, das Risiko-Management und die Implementierung von:

  • Konvertierbare Anleihen (Convertible Arbitrage): Long Wandelanleihe, Short Aktie — Ertrag aus Volatilitätsprämie
  • Risk Arbitrage (Merger Arb): Long Übernahmeziel, Short Bieter — Ertrag aus Abschlusspremium
  • Statistical Arbitrage: Pairs Trading, Korrelationsbrüche
  • Index Arbitrage: Cash/Futures-Spread bei Indexrebalancierungen
  • Fixed-Income Arbitrage: Relative-Value innerhalb der Zinsstrukturkurve

Kernprinzipien der Arbitrage

Arbitrage-Typen:
├── Reine Arbitrage: Risikoloser Gewinn durch Preisunterschied (sehr selten)
├── Near-Arbitrage: Minimales, quantifizierbares Restrisiko
└── Spekulative Arbitrage: Preis-Konvergenz erwartet, aber nicht garantiert

Risiken die keine echte Arbitrage sind: - Execution Risk: Preis ändert sich vor Ausführung - Liquiditätsrisiko: Spread weitet sich bei Stressphasen - Model Risk: Konvergenz-Annahme falsch - Event Risk: Merger scheitert, Anleihe wird nicht gewandelt

Konvertierbare Arbitrage im Detail

Reverre erklärt den Delta-Hedge: Long Conv. Bond + Short Delta × Aktien = gamma-positiv, vega-long. Das Profil: verdient von Volatilität (Gamma-Scalping) und Carry (Coupon - Leihe-Kosten).

Historischer Kontext

2001 geschrieben — nach dem LTCM-Kollaps (1998). Reverre betont durchgehend die systemischen Risiken bei korrelierten Arbitrage-Positionen in Stressmärkten: LTCM hatte scheinbar diversifizierte Positionen, die alle gleichzeitig korrelierten → crowded trades explodieren gemeinsam.